Musikvereinigung Oberrohr

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Konzert 2018

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von links: Philipp Kunz, Lisa Singer, Lisa Doll, Elisa Kreye, Kilian Erdle, Christina Waigel, Markus Waigel, Philipp Riederle und Helmut Liebhaber.

Das Konzert der Musikvereinigung Oberrohr stand unter dem Motto böhmisch-mährischer Klänge. Die Musiker boten ein abwechslungsreiches Programm.

Das diesjährige Konzert der Musikvereinigung Oberrohr stand unter dem Motto böhmisch-mährischer Klänge und entwickelte sich zu einem durchwegs unterhaltsamen und abwechslungsreichen Blasmusik-Abend.

Den Auftakt des Konzerts gestaltete die Jugendkapelle aus Münsterhausen. Mit „Try Everything“, „Firework“ und „Bang Bang“ durften die jungen Musikanten mit ihren Dirigenten Daniel Hack und Andreas Mändle ihr Können unter Beweis stellen. Den Startschuss für den zweiten Teil des Abends gaben die aktiven Musiker der Musikvereinigung Oberrohr mit dem „Marsch der Titanen“ aus der Feder des jungen Unterallgäuer Komponisten Michael Schiegg.

Nach einem erfolgreichen Ausflug in die konzertante und kirchliche Blasmusik im vergangenen Jahr, besannen sich die Oberrohrer Musikanten wieder auf ihr Kerngeschäft: die Unterhaltungsmusik. So durfte der Vorsitzende Philipp Kunz am Samstag gut 100 Gäste im Gasthaus Traube begrüßen und sie auf ein Programm voller böhmisch-mährischer Blasmusik einstimmen. Mit der Wachtel- und der Jäger-Polka bekamen die Zuhörer auch gleich einen zünftigen und traditionellen Start serviert.

Doch wer nun eine endlose Ansammlung von Polka-Klassikern aus dem Repertoire von Ernst Mosch erwartete, hatte sich kräftig geirrt. Kilian Erdle und seine Musiker hatten für diesen Abend ein buntes und höchst abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Das wollten sie auch sogleich mit dem brandneuen Walzer „Liebe auf den ersten Ton“, dem „Kirschblütenzauber“ und der „Loidl-Polka“ von der jungen österreichischen Kapelle MaChlast beweisen. Vor einer kurzen Verschnaufpause durften Christine Reng und Manuel Endres die Gäste noch mit „Maly Darek“, dem „Sternchen“ und ihren amüsanten Ansagen beschenken.

Den Auftakt für den zweiten Teil des Abends bildeten der Traditionsmarsch „Alte Kameraden“ und die altbekannte Polka „Im kleinen Dörfchen“. Bei der schwungvollen „Anja-Polka“ durfte auch das Tuba-Register sein Können unter Beweis stellen, und „A miigeler Sound“ überzeugte die Zuhörer vom Charme neuer und junger Blasmusik. Mit der „Harlekin-Polka“ fand sich ein eher untypischer und garantiert nicht alltäglicher Vertreter der Gattung Polka im Programm der Oberrohrer Musiker. Hier vereinten sich auf mysteriöse Weise Zirkusmusik und Polka-Klang zu einer Komposition, die das Publikum in die Manege des Harlekins entführte. Glücklicherweise wehte der „Böhmische Wind“ die Gäste aus dem Zirkus direkt zurück ins Gasthaus Traube und lud noch einmal zum träumen ein. Einen wirkungsvollen Kontrast zum Walzer-Klassiker erzeugte daraufhin die rhythmisch vertrackte Schnell-Polka „www.polkas.de“.

Verabschieden durften sich Vorstand Philipp Kunz, Dirigent Kilian Erdle und alle Musiker mit dem bekannten Marsch „Gruß an Eger“. Das Publikum allerdings wollte diesen Abend noch nicht beendet sehen und forderte noch zwei Zugaben, die der MVO auch nicht schuldig blieb. Mit „Wir sind Wir“ und dem „Sternchen“ konnten die Oberrohrer Musiker diesem gelungenen Blasmusik-Abend einen wahrhaft miigelen, also angenehmen und gemütlichen Schlusspunkt setzen.
Überdies bieten öffentliche Veranstaltungen den Musikkapellen einen Rahmen, um sich bei den Musikern für ihren Einsatz zu bedanken und ihre Leistungen zu ehren. Besondere Erwähnung fanden dieses Jahr Markus Waigel für zehnjährige, sowie Lisa Doll, Lisa Singer und Kilian Erdle für 15-jährige aktive Tätigkeit und gelebte Blasmusiktradition.
Und auch den Nachwuchs galt es zu ehren: Philipp Riederle, Christina Waigel und Elisa Kreye hatten die Bläserprüfungen in D1 erfolgreich bestanden und bekamen von Helmut Liebhaber das erste Abzeichen ihrer Blasmusik-Karriere überreicht. (pm)

Mittelschwäbische Nachrichten 02.12.18


Konzert 2017

Bild Konzert 2017
Erstmals traten die Oberrohrer Musikanten in einem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Pankratius auf. (Bild: Werner Glogger)

Das adventliche Kirchenkonzert der Musikvereinigung wurde ein voller Erfolg.

Die jährlich stattfindenden Herbstkonzerte der Musikvereinigung haben eine gute und lange Tradition und fanden bei der Bevölkerung und den Blasmusikfreunden viel Zustimmung. In diesem Jahr beschritten die Musiker nun einen völlig neuen Weg für ihre Darbietungen. Erstmals in der Vereinsgeschichte traten sie mit einem „Adventlichen Kirchenkonzert“ in der Oberrohrer Pfarrkirche „St. Pankratius“ auf und verzeichneten eine überaus große Besucherresonanz. Ursbergs Pfarrer Dr. Joseph Thomas Moosariet begrüßte die Entscheidung und freute sich, dass so viele Zuhörer das Gotteshaus füllten. „Mögen sie unsere Melodien mitnehmen als Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit“ wünschte sich Vorsitzender Philipp Kunz in seinem Willkommensgruß.

In seine Adventsgeschichte als Wortbeitrag empfand er, dass diese Art der Musik einen bedeutenden Anteil an der besinnlichen Zeit habe. Kurt Gäble, der aus Lauben stammende Komponist, stellt den Blaskapellen ein breit gefächertes Repertoire für alle Anlässe zur Verfügung. So auch „Lob, Ehr und Preis“, ein strahlender Festhymnus, mit dem die knapp 30 Musikanten das Konzert eröffneten. Dabei erwies sich der stimmungsvoll illuminierte Altarraum akustisch gut für die Vorträge geeignet, was sich beim populären „Pachelbel Canon“ vom gleichnamigen Nürnberger Barockkomponisten bestätigte.

Das mit technischen Raffinessen durchsetzte „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan verbindet drei unterschiedliche Stile: Barock, Pop und Jazz mit einer Maestoso-Einleitung und einem energischen Abschnitt hin zu einem Adagio. Robert van Beringen arrangierte die Kurzfassung für Blasorchester „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis berühmter Oper „Turandot“ und in gleicher Weise schuf Jacob de Haan das Werk von Georg Friedrich Händel „Let me Weep“ in gut spielbarer Form für Blasmusik. Holz und hohes Blech blieben nach einer ruhigen gebetsartigen Einleitung im Zwiegespräch, dezent von den übrigen Registern begleitet. Einfühlsam und sicher leitete Kilian Erdle seine hochmotivierten Musiker.

Der Tubist von „Allgäu 6“, Herbert Hornig hat für seine kleine Tochter Theresa das gefühlvolle Tuba-Solo „Für Theresa“ komponiert.

Dass Philipp Kunz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Oberrohrer Musikanten nicht nur ein cleverer Organisator und wortgewandter Redner ist, sondern auch ein exzellenter Musiker, bewies er mit diesem Solo auf seiner Tuba. Er verzauberte damit jeden Zuhörer und setzte einen Glanzpunkt im Programm. Das gemeinsam gesungene Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ beendete das gut einstündige großartige, erstmalig aufgeführte Kirchenkonzert.

Während zwischen den Darbietungen Stille herrschte, belohnten die Zuhörer am Schluss die musikalischen Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus.

Werner Glocker, Mittelschwäbische Nachrichten 02.12.18


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