Musikvereinigung Oberrohr e. V.

 





Viele Polkas, aber auch ganz anderes beim Konzert in Oberrohr

Konzert 18
Ehrungen gab es auch beim Musikverein Oberrohr, von links: Philipp Kunz, Lisa Singer, Lisa Doll, Elisa Kreye, Kilian Erdle, Christina Waigel, Markus Waigel, Philipp Riederle und Helmut Liebhaber.


Das Konzert der Musikvereinigung Oberrohr stand unter dem Motto böhmisch-mährischer Klänge. Die Musiker boten ein abwechslungsreiches Programm.

Das diesjährige Konzert der Musikvereinigung Oberrohr stand unter dem Motto böhmisch-mährischer Klänge und entwickelte sich zu einem durchwegs unterhaltsamen und abwechslungsreichen Blasmusik-Abend.

Den Auftakt des Konzerts gestaltete die Jugendkapelle aus Münsterhausen. Mit „Try Everything“, „Firework“ und „Bang Bang“ durften die jungen Musikanten mit ihren Dirigenten Daniel Hack und Andreas Mändle ihr Können unter Beweis stellen. Den Startschuss für den zweiten Teil des Abends gaben die aktiven Musiker der Musikvereinigung Oberrohr mit dem „Marsch der Titanen“ aus der Feder des jungen Unterallgäuer Komponisten Michael Schiegg.

Nach einem erfolgreichen Ausflug in die konzertante und kirchliche Blasmusik im vergangenen Jahr, besannen sich die Oberrohrer Musikanten wieder auf ihr Kerngeschäft: die Unterhaltungsmusik. So durfte der Vorsitzende Philipp Kunz am Samstag gut 100 Gäste im Gasthaus Traube begrüßen und sie auf ein Programm voller böhmisch-mährischer Blasmusik einstimmen. Mit der Wachtel- und der Jäger-Polka bekamen die Zuhörer auch gleich einen zünftigen und traditionellen Start serviert.

Doch wer nun eine endlose Ansammlung von Polka-Klassikern aus dem Repertoire von Ernst Mosch erwartete, hatte sich kräftig geirrt. Kilian Erdle und seine Musiker hatten für diesen Abend ein buntes und höchst abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Das wollten sie auch sogleich mit dem brandneuen Walzer „Liebe auf den ersten Ton“, dem „Kirschblütenzauber“ und der „Loidl-Polka“ von der jungen österreichischen Kapelle MaChlast beweisen. Vor einer kurzen Verschnaufpause durften Christine Reng und Manuel Endres die Gäste noch mit „Maly Darek“, dem „Sternchen“ und ihren amüsanten Ansagen beschenken.

Den Auftakt für den zweiten Teil des Abends bildeten der Traditionsmarsch „Alte Kameraden“ und die altbekannte Polka „Im kleinen Dörfchen“. Bei der schwungvollen „Anja-Polka“ durfte auch das Tuba-Register sein Können unter Beweis stellen, und „A miigeler Sound“ überzeugte die Zuhörer vom Charme neuer und junger Blasmusik. Mit der „Harlekin-Polka“ fand sich ein eher untypischer und garantiert nicht alltäglicher Vertreter der Gattung Polka im Programm der Oberrohrer Musiker. Hier vereinten sich auf mysteriöse Weise Zirkusmusik und Polka-Klang zu einer Komposition, die das Publikum in die Manege des Harlekins entführte. Glücklicherweise wehte der „Böhmische Wind“ die Gäste aus dem Zirkus direkt zurück ins Gasthaus Traube und lud noch einmal zum träumen ein. Einen wirkungsvollen Kontrast zum Walzer-Klassiker erzeugte daraufhin die rhythmisch vertrackte Schnell-Polka „www.polkas.de“.

Verabschieden durften sich Vorstand Philipp Kunz, Dirigent Kilian Erdle und alle Musiker mit dem bekannten Marsch „Gruß an Eger“. Das Publikum allerdings wollte diesen Abend noch nicht beendet sehen und forderte noch zwei Zugaben, die der MVO auch nicht schuldig blieb. Mit „Wir sind Wir“ und dem „Sternchen“ konnten die Oberrohrer Musiker diesem gelungenen Blasmusik-Abend einen wahrhaft miigelen, also angenehmen und gemütlichen Schlusspunkt setzen.

Überdies bieten öffentliche Veranstaltungen den Musikkapellen einen Rahmen, um sich bei den Musikern für ihren Einsatz zu bedanken und ihre Leistungen zu ehren. Besondere Erwähnung fanden dieses Jahr Markus Waigel für zehnjährige, sowie Lisa Doll, Lisa Singer und Kilian Erdle für 15-jährige aktive Tätigkeit und gelebte Blasmusiktradition.

Und auch den Nachwuchs galt es zu ehren: Philipp Riederle, Christina Waigel und Elisa Kreye hatten die Bläserprüfungen in D1 erfolgreich bestanden und bekamen von Helmut Liebhaber das erste Abzeichen ihrer Blasmusik-Karriere überreicht. (pm)


Mittelschwäbische Nachrichten 02.12.18


Besondere Premiere in der Pfarrkirche

Konzert 17
Erstmals traten die Oberrohrer Musikanten in einem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Pankratius auf. (Bild: Werner Glogger)

Das adventliche Kirchenkonzert der Musikvereinigung wurde ein voller Erfolg.

Die jährlich stattfindenden Herbstkonzerte der Musikvereinigung haben eine gute und lange Tradition und fanden bei der Bevölkerung und den Blasmusikfreunden viel Zustimmung. In diesem Jahr beschritten die Musiker nun einen völlig neuen Weg für ihre Darbietungen. Erstmals in der Vereinsgeschichte traten sie mit einem „Adventlichen Kirchenkonzert“ in der Oberrohrer Pfarrkirche „St. Pankratius“ auf und verzeichneten eine überaus große Besucherresonanz. Ursbergs Pfarrer Dr. Joseph Thomas Moosariet begrüßte die Entscheidung und freute sich, dass so viele Zuhörer das Gotteshaus füllten. „Mögen sie unsere Melodien mitnehmen als Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit“ wünschte sich Vorsitzender Philipp Kunz in seinem Willkommensgruß.

In seine Adventsgeschichte als Wortbeitrag empfand er, dass diese Art der Musik einen bedeutenden Anteil an der besinnlichen Zeit habe. Kurt Gäble, der aus Lauben stammende Komponist, stellt den Blaskapellen ein breit gefächertes Repertoire für alle Anlässe zur Verfügung. So auch „Lob, Ehr und Preis“, ein strahlender Festhymnus, mit dem die knapp 30 Musikanten das Konzert eröffneten. Dabei erwies sich der stimmungsvoll illuminierte Altarraum akustisch gut für die Vorträge geeignet, was sich beim populären „Pachelbel Canon“ vom gleichnamigen Nürnberger Barockkomponisten bestätigte.

Das mit technischen Raffinessen durchsetzte „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan verbindet drei unterschiedliche Stile: Barock, Pop und Jazz mit einer Maestoso-Einleitung und einem energischen Abschnitt hin zu einem Adagio. Robert van Beringen arrangierte die Kurzfassung für Blasorchester „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis berühmter Oper „Turandot“ und in gleicher Weise schuf Jacob de Haan das Werk von Georg Friedrich Händel „Let me Weep“ in gut spielbarer Form für Blasmusik. Holz und hohes Blech blieben nach einer ruhigen gebetsartigen Einleitung im Zwiegespräch, dezent von den übrigen Registern begleitet. Einfühlsam und sicher leitete Kilian Erdle seine hochmotivierten Musiker.

Der Tubist von „Allgäu 6“, Herbert Hornig hat für seine kleine Tochter Theresa das gefühlvolle Tuba-Solo „Für Theresa“ komponiert.

Dass Philipp Kunz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Oberrohrer Musikanten nicht nur ein cleverer Organisator und wortgewandter Redner ist, sondern auch ein exzellenter Musiker, bewies er mit diesem Solo auf seiner Tuba. Er verzauberte damit jeden Zuhörer und setzte einen Glanzpunkt im Programm. Das gemeinsam gesungene Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ beendete das gut einstündige großartige, erstmalig aufgeführte Kirchenkonzert.

Während zwischen den Darbietungen Stille herrschte, belohnten die Zuhörer am Schluss die musikalischen Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus.


Mittelschwäbische Nachrichten 06.12.17



Ein Blasmusikabend fürs Herz

Konzert 16

Philipp Kunz, Vorsitzender im Musikverein, wurde von Bezirksleiter Peter Walburger für seine 15-jährige Musikerlaufbahn eine Urkunde und Anstecknadel verliehen. In humorvoller Gedichtform gratulierte ihm die zweite Vorsitzende, Kathrin Wetzel und bedankte sich mit einem kleinen Geschenk. Unser Bild zeigt von links: Kathrin Wetzel, Philipp Kunz, Dirigent Kilian Erdle und Peter Walburger. (
Bild: Werner Glogger)

Musik, Gesang und Solisten begeistern die Zuhörer in Oberrohr.

Schon wenige Jahre nach der Gründung im Jahr 1908 erlangte die Oberrohrer Musikkapelle ein hohes Ansehen im Heimatort mit wachsendem Bekanntheitsgrad in der weiteren Umgebung. Abgesehen von den schweren Rückschlägen der beiden Weltkriege blieb das so und heute ist der Musikverein ein wichtiger kultureller Bestandteil im Vereinsleben des Ursberger Ortsteiles. Wie bei vielen anderen Festen begeistert er seit Jahren die Blasmusikfreunde bei ihrem jährlichen Herbstkonzert.

Das als „Abend der Blasmusik“ titulierte Programm enthielt auch am vergangenen Wochenende musikalische Schmankerl verschiedenster Variationen. Mit dem Marsch „Allgäu Land“ gelang den 25 Musikern unter ihrem Dirigenten Kilian Erdle ein schwungvoller Einstieg, widmete doch Kurt Gäble dieses Stück seinem heimatlichen Landkreis Unterallgäu zum 40-jährigen Bestehen. Schon mehr den Charakter einer Konzertpolka glich die „Weintrauben-Polka“, bei der die beiden Moderatoren Christine Kunz und Manuel Endres auf einen gewissen Bezug zum Südtiroler Weinort Tramin hinwiesen.

Im „Märchen vom Moos und Farnkraut“, einer gefühlvollen Ballade einer tschechischen Kinderserie, geht es um die Geschichte zweier Kobolde, die Thomas Stölzle und Manuel Endres auf ihrem Flügelhorn und Trompete als Solisten gekonnt in Szene setzten. Wörtlich durfte man den Titel des Walzers „Mitten ins Herz“ nehmen, denn mit besonderer Spielfreude trafen die Musici, trotz technischer Raffinessen in einigen Passagen buchstäblich das Herz der Zuhörer. Christine Kunz setzte mit ihrem Gesang im Trio den zugehörigen stimmlichen Glanzpunkt. Meist ist der Blasmusikkomponist Kurt Gäble mehrmals im Konzertprogramm zu finden, hier in der „Katharinen-Polka“. In rasantem Tempo interpretierten die Musiker diese Komposition und ließen den ersten Teil mit dem von österreichischem Flair beseelten Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg enden.

Solistinnen meisterten ihren technisch aufwendigen Part exzellent

Mit der Erkennungsmelodie zum Grand Prix der Volksmusik „So schön ist Blasmusik“ meldete sich die Kapelle aus der Pause zurück und kehrte dann „Beim Schachtelwirt“ ein , einer im Tempo gemütlichen Polka, in der die Tenorhörner nach einer ungewöhnlichen Tutti-Einleitung im Trio ihr ganzes Herzblut einsetzten. Aufhorchen ließen dann Lisa Doll und Julia Salvamoser mit ihren Klarinetten bei der Konzertpolka „Dudàckà“. Die Solistinnen meisterten ihren technisch aufwendigen Part exzellent, der in einem atemberaubenden Tempo endete vom Orchester dezent untermalt mit den Grundtönen eines Dudelsackes.

Durchaus lässt sich das schwäbische Land auch musikalisch beschreiben, denn in der weiteren Konzertpolka „Mein schönes Heimatdorf“ mit einem zackigen Bass-Solo und grandioser Melodiegestaltung überzeugten die Musiker dem Wahlspruch, „Da bin ich daheim“. Der „Mariechen-Walzer“ fällt durch seine insgesamt acht musikalisch sehr abwechslungsreich gestalteten Teile auf.


Christine Kunz resümierte, ob sich der Komponist wohl an ein Mädchen erinnerte, mit dem es viel zu erleben gab oder Erlebnisse mit acht Mädchen. Sie selbst eroberte im Duo mit Roland Reng zusammen mit der Kapelle in der „Böhmischen Liebe“ und dem vielsagenden Text „Du weißt ich liebe dich“ nochmals die Herzen der Zuhörer. Dirigent Erdle setzte mit der „Musikantensehnsucht“ von Guido Henn als Zugabe den passenden Schlusspunkt.


Mittelschwäbische Nachrichten 30.11.16



Ein kleines Dorf mit großer Musik

Konzert2015

Ein buntes Musikprogramm mit solistischen Darbietungen spielten die Musikanten von der Musikvereinigung Oberrohr bei ihrem Jahreskonzert. Unser Bild zeigt die Solisten bei „Gabriella´s Song“ v.l.: Stefanie Eberle (sitzend), Thomas Stölzle, beide Flügelhorn; Martin Maurer, Trompete und Philipp Kunz, Tenorhorn. Foto: Werner Glogger

Kurz im Himmel durften sich die Besucher beim Jahreskonzert der Musikvereinigung Oberrohr im Saal des Gasthauses Traube fühlen. Mit der Ballade „Gabriella´s Song“ aus dem schwedisch-dänischen Musikfilm-Drama „Wie im Himmel“, vermittelten die knapp 30 Musiker einen gefühlvollen musikalischen Eindruck in das Filmgeschehen. Hinzu kam, dass Philipp Kunz auf dem Tenorhorn, Martin Maurer auf der Trompete, Stefanie Eberle und Thomas Stölzle auf dem Flügelhorn als Solistenquartett mit ihrem Vortrag bewiesen, wie Musik die Herzen der Menschen verbinden kann. Doch zuvor gelang den Akteuren mit dem „Raiders Marsch“ aus dem Film Indiana Jones ein ungewöhnlicher Einstieg in das Konzertprogramm, vereint dieser Marsch doch zwei ursprüngliche Songs von John Williams, die die Leitmelodie zur Filmtrilogie bilden. Unverkennbar spiegelt sich die italienische Ader des Komponisten Lorenzo Puseddu in seinem Konzertwerk „Chantueri“. Mit seinem majestätischen Anfang und Ende fand es öfters Verwendung als Pflichtstück bei Wertungsspielen und ist in Blasmusikkreisen hinreichend bekannt. Von der irischen Volksmusik ließen sich der Komponist R. Lovland und Dichter B. Graham inspirieren und schufen eine einprägsame Melodie, die dem Song den Titel eines „Eigenlebens“ bescherte. Anlässlich des neuen Bond-Films hat die Kapelle das Leitmotiv mehrerer Bond-Filme „The James Bond-Theme“ in ihr Repertoire aufgenommen und es spektakulär musikalisch serviert. „Genieße oder nutze den Tag“ machten sich die leidenschaftlich spielenden Musikanten zum Vorbild für den Konzertmarsch „Carpe Diem“ des zeitgenössischen Komponisten Alexander Pfluger. Dieses Stück, ein „Neuling“ im Notenarchiv, entpuppte sich als anspruchsvoller Marsch mit einem frischen Bass-Solo. Als eine Rückkehr zu den Wurzeln der böhmisch-mährischen Blasmusik bezeichnete die versierte Moderatorin Christine Kunz den Konzertwalzer von Ernst Mosch „Der Weg zurück“, dessen Interpretation der Kapelle bestens und einfühlsam gelang. Sämtliche Register und immer wieder das Flügelhorn mit solistischen Einlagen waren im Konzertstück „Mikulovske Strane“, ins Deutsche übersetzt „Auf die Piste“, gefordert. Dirigent Kilian Erdle leitete mit ruhigem Dirigat, worauf die Musiker mit präzisen Einsätzen reagierten. Viele Jahre war Franz Bummerl ein Wegbegleiter von Ernst Mosch, dem König der Blasmusik und hob mit ihm zusammen 1956 die Original Egerländer Musikanten aus der Taufe. Eine der 700 Kompositionen von Bummerl ist die Bravour-Polka „Goldene Musik“, die deutlich die charakteristischen Züge der Egerländer wiedergibt. Fast so ungewöhnlich wie die Schreibweise der von Alexander Pfluger komponierten „Steeephans-Polka“ ist die Musik, in der er „Gefühle, die man nicht in Worte fassen kann“ zum Ausdruck bringt. Nach verdientem Applaus änderten die Musiker nochmals ihre Stilrichtung und brachten als Zugabe fetzige Melodien mit einem Schlagzeugsolo aus „Theme Song from the Television Series“ von Peter Gunn zu Gehör. (wgl)

Mittelschwäbische Nachrichten 2.12.15



„Yakety Sax“ erobert die Hitparade

Jugendkapelle Thannhausen überzeugt bei den Oberrohrern mit ihrem sauberen Spiel


Ehrungen 2015

 

Dass so viele junge Buben und Mädchen ein Instrument erlernen und den Fortbestand der heimischen Blaskapellen sichern, sei zweifellos eine große Freude und verdiene Anerkennung. Neben dem Einzelunterricht und Mitwirkung in der Jugendkapelle seien jedoch die Bläserprüfungen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund ein Grundstock für weitere Prüfungsstufen und für eine qualifizierte Weiterbildung, sagte Bezirksleiter vom Bezirk 11, Bürgermeister Peter Walburger, bei der Übergabe der Urkunden aus den abgelegten Prüfungen. Unser Bild zeigt die erfolgreichen Teilnehmer mit Philipp Kunz, 1. Vorsitzender (links); Thomas Wagner (D 1); Stefanie Eberle (D 2); Lawinja Megele; Anna-Lena Megele, Corinna Baur (alle D 1) und weiter Bezirksleiter Peter Walburger.

Der amerikanische Musiker Boots Randolph wurde in den Sechzigerjahren durch seinen Saxofon-Hit „Yakety Sax“ so bekannt, dass er als erster Musiker die Poplegende Elvis Presley begleiten durfte. Doch am Samstagabend eroberte Dirigent Kilian Erdle als Solist auf seinem Saxofon mit genau diesem Hit den Spitzenplatz bei der „Hitparade der Oberrohrer Blasmusik“ im Saal des Gasthauses Zur Traube.

Aus elf ausgewählten Musikstücken durfte das zahlreich erschienene Publikum seine Lieblingstitel auswählen. Die Wahl dürfte manchem schwergefallen sein, denn die Programmpalette war aus allen Stilrichtungen, von böhmisch-mährisch bis Film- und Popmusik bunt gemischt. Darüber hinaus erläuterte Moderatorin Christine Kunz in professioneller Manier die einzelnen Titel mit ihren Komponisten.

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Zur Einstimmung auf den gelungenen Blasmusikabend trat zunächst die Jugendkapelle Thannhausen mit ihrem Dirigenten Stefan Tarkövi auf und konnte schon in „A Youngstars’ Overture – Checkpoint“ überzeugen. Dieses Stück sei den jungen Musikern „wie auf den Leib“ geschnitten, erläuterte Tarkövi. Ebenso die folgende „Cartoon-Symphonie“, arrangiert von Larry Clark, aus der bekannte Melodien, die uns „in der Jugend begleitet haben“ herauszuhören waren. Tarkövi präsentierte ein gut instrumentiertes Orchester, unter anderem mit einem vierstimmigen Hornsatz. Der Klangkörper besteht aus insgesamt 25 elf- bis 20-jährigen Buben und Mädchen. Darunter sind mehrere Musik-Kids schon in die Musikkapelle Oberrohr integriert.

Nach etwa zehnjähriger kooperativer „Ehe“ mit der Nachbarkapelle Bayersried-Ursberg-Premach marschieren die Oberrohrer seit drei Jahren wieder allein und haben sich mit Dirigent Kilian Erdle zu einem beachtlichen Klangkörper entwickelt. Das zeigten sie zum Auftakt mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ vom zeitgenössischen Komponisten Kurt Gäble. Weniger mit Kochen, vielmehr mit Musik und dem Gesangsduo Philipp Kunz und Kilian Erdle setzte das Orchester die Polka „Kannst du Knödel kochen“ in Szene. Dem genannten „Yakety Sax“ folgte der Walzer „Zum Andenken“ und danach entsprachen die Musiker der deutschen Übersetzung „Lasst mich andere unterhalten“ mit dem Titel aus dem Album von Robbie Williams „Let Me Entertain You“. Einmal mehr durfte das Tenorhornregister bei der „Gassl-Polka“, einer urigen Melodie, die schnell ins Ohr ging, glänzen. Ein weiteres Schmankerl, bis zum Beginn der Probenarbeit noch unbekannt, gelangte mit der Polka „Augenblicke“ von Martin Scharnagl am Konzertabend zur Premiere. Das Gesangsduo schließlich deutete in der Polka „Hinter der Garage“ zusammen mit den Musici an, was sich dort alles abspielen kann. Kurt Pascher beschreibt in seinem Konzertmarsch das böhmische Land mit einer verspielten lieblichen Melodie, war er doch lange Zeit Leiter der Böhmerwälder Musikanten und mit der Charakteristik dieses Landes bestens vertraut. Kurz „Bergwerk“ lautete der letzte Titel des Wunschprogramms, wobei Martin Maurer wortgetreu den Song von Reinhard Fendrich „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“ wiedergab.

Die Zeit der Stimmenauszählung, welcher Hit nun gewonnen hatte, überbrückte die Musikkapelle mit drei Polkas. Klar, dass die Kapelle den Siegertitel „Yakety Sax“ nochmals spielte und die Zuhörer den Vortrag mit begeistertem Beifall bedachten.

Spannend wurde es nochmals bei der Verlosung einiger Sachpreise, bei der sich Ramona Rogg aus Hasberg über den Hauptpreis, eine von den Oberrohrer Musikern handgefertigte massive Sitzbank, freuen durfte. (wgl)


MN 12.14


So kann Blasmusik Spaß machen

Musikverein Oberrohr und Jugendkapelle Thannhausen gestalten Jahreskonzert

Oberrohr Der letzte Programmtitel war bezeichnend für alle musikalischen Darbietungen beim Jahreskonzert im übervollen Saal des Gasthauses Traube in Oberrohr. Der bekannte Blasmusikkomponist Alexander Pfluger brachte es mit der von ihm bearbeiteten Polka „Einfach nur Spaß“ auf den Punkt, denn mit einer bunten Programmpalette zeigten die Musiker, dass Blasmusik wirklich Spaß machen und begeistern kann.

Den Auftakt bildete die mit 25 Buben und Mädchen besetzte Jugendkapelle Thannhausen unter ihrem Dirigenten und Ausbilder Stefan Tarkövi, und sie hatte sich mit einem Auszug aus „Bilder einer Ausstellung“ einiges vorgenommen. Das „The best of Queen“-Medley beinhaltete unter anderem die Titel „We will rock you“ und „We are the champions“, und so zeigten die jungen Musiker, dass sie durchaus in der Lage sind, auch schwierige Passagen zu meistern. Das Moderatorenteam – Stefanie Eberle, Annalena Megele und Johannes Fahrenschon – beschrieb die Musikstücke, ihre Entstehung und die Komponisten. „Unsere jungen Musikanten leisten hervorragende Arbeit, das Zusammenspiel gibt Begeisterung, und die Oberrohrer Musik-Azubis werden in Thannhausen herzlich aufgenommen und ausgebildet“, fügte Tarkövi hinzu, bevor sich die Jugendkapelle mit dem „Forward March“ verabschiedete und großen Beifall einheimsen durfte.

Im Verlauf seiner Begrüßungsworte sagte Oberrohrs Musikvorsitzender Philipp Kunz, dass die Nachwuchsförderung immer schwieriger werde, und appellierte an die Eltern, die Kinder zu animieren, ein Instrument zu erlernen.

Dieses Mal aus eigener Feder, widmete Alexander Pfluger den Blaskapellen den Konzertmarsch „Abel Tasman“, der die Entdeckung der Insel Tasmanien beschreibt. Nach diesem starken Auftritt steuerte Dirigent Kilian Erdle seine 30 Musiker zählende „Mannschaft“ mit der Ballade „The power of love“ in einen ruhigeren Programmteil, in dem Solist Philipp Kunz seine ganze Tonvielfalt auf dem Tenorhorn entfalten konnte, einfühlsam vom Orchester begleitet.

Eine Unisono-Einleitung und Schlagzeug-Wirbel kündigten mit „Rock it!“ eine neue Stilrichtung an. Kurt Gäble verpackte in sein Arrangement bekannte Melodien aus Hits der Rockmusik wie „Hey, kiss him goodbye“, „Rock around the clock“ oder „See you later, Alligator“. Allein der Name „Pachelbel’s Canon“ sagte auch in Verbindung mit dem Namen des Barockkomponisten, Johann Christoph Pachelbel, noch nicht viel aus, aber nach einer einleitenden Akkordfolge erklang eine Vielzahl populärer Songs.

„Das Blaue vom Himmel“ wollten Christine und Manuel Endres, die durchs Programm führten, nicht versprechen, doch die Solisten Manuel Endres, Flügelhorn, Thomas Stölzle und Martin Maurer, Trompete, zeigten, dass sie ihre Instrumente souverän beherrschen.

In keinem Blasmusikrepertoire darf der Marsch „Tiroler Adler“ fehlen, der zum nächsten Solostück „Der fidele Bassist“ überleitete. Im Polkarhythmus überzeugten Benedikt Erdle und Andreas Waigel die Zuhörer davon, dass sie auf ihrer Tuba mehr können, als nur – wie Spötter behaupten – drei Töne zu spielen.

Bei „Walzer für Bozena“ schwelgte das Publikum im Dreivierteltakt, bevor das eingangs erwähnte Stück und die erklatschte Zugabe „Von Freund zu Freund“ mit den Solisten Philipp Kunz, Tenorhorn, und Manuel Endres, Flügelhorn, einen gelungenen Konzertabend beendeten. (wgl)                                                                                 


MN 02.12.2013



Kathrin Salvamoser zur Stellvertreterin gewählt

Generalversammlung Wahlen bei der Musikvereinigung Oberrohr. Neues Flügelhorn mithilfe von Spende angeschafft
Die Musikvereinigung Oberrohr hielt ihre alljährliche Generalversammlung ab. Neben den Tätigkeitsberichten der einzelnen Vorstandschaftsmitgliedern standen auch die Neuwahl des Zweiten Vorsitzenden und der Beisitzer auf der Tagesordnung.

Als Nachfolgerin für Dirigent Kilian Erdle, der das Amt des Zweiten Vorsitzenden übergangsweise ausübte, wurde Kathrin Salvamoser einstimmig gewählt. Die Stelle der Beisitzer besetzen Sonja Rößner und Julia Rößner.

Im Anschluss an die Neuwahlen berichtete der Vorsitzende, Philipp Kunz, über den Kauf eines Vereinsflügelhorns. Eine solche Anschaffung sei für einen Verein sehr kostspielig, sagte Kunz. Umso erfreulicher sei es gewesen, dass die ortsansässige Heizungsbaufirma Jirkovsky eine großzügige Spende für den Neukauf zusicherte. Kunz bedankte sich und erinnerte daran, dass eine Verbundenheit zu den örtlichen Vereinen in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sei.  
Bürgermeister Peter Walburger bedankte sich am Ende der Generalversammlung für die gute Zusammenarbeit zwischen der Musikvereinigung und der Gemeinde.         

Übergabe
Übergabe des neuen Flügelhorns (von links) 1. Vorsitzende Philipp Kunz, Dirigent Kilian Erdle, Andreas Jirkovsky und Kassierer Jörg Tonn


:Vorstandschaft

Der neue Vorstand der Musikvereinigung Oberrohr: (von links) Andreas Waigel (Jugendvertreter), Kilian Erdle (1. Dirigent), Julia Rößner (Beisitzer), Jörg Tonn (Kassierer), Anja Salvamoser (Schriftführerin), Franz Rößner (2. Dirigent), Kathirn Salvamoser (2. Vorsitzende), Andreas Lerchner (Passivenvertreter), Philipp Kunz (1. Vorsitzender), Sonja Rößner (Beisitzer)

MN 03.2013


 

Oberrohr Konzertabende sind vornehmlich bei Blaskapellen Höhepunkte im jährlichen Veranstaltungsprogramm. Dabei können sie ihre musikalische Vielfalt und die Musikanten selbst ihr Können einem aufmerksamen Publikum offerieren, was sonst in Festzelten und dergleichen durch den Geräuschpegel beeinträchtigt wird. Für den Musikverein Oberrohr war es gewissermaßen eine Premiere, denn nach mehr als zehnjähriger Kooperation mit dem Nachbarverein Bayersried-Ursberg-Premach traten die Oberrohrer Musikanten beim „Abend der Blasmusik“ nach kleineren Veranstaltungen wieder selbstständig auf.
Ein neues Vorstandsgremium übernahm mit dieser Zäsur die Vereinsleitung, dessen Vorsitzender, Philipp Kunz die Musikfreunde im voll besetzten Saal des Gasthauses Weilbach willkommen hieß. Mit dem dargebotenen Programm, einer musikalischen Hausmannskost, ist ihnen der Einstieg in die Selbstständigkeit unter dem neuen Dirigenten Kilian Erdle bestens gelungen.
Der Egerländer Musikantenmarsch
Wie schon vor 50 Jahren vom König der Blasmusik, Ernst Mosch, als Einzugsmarsch gespielt, erklang zum Auftakt der „Egerländer Musikantenmarsch“.
Aus einer „normalen“ Dorfkapelle gelang Rudi Fischer mit seinen Hergolshäuser Musikanten der Aufstieg zu einer weit bekannten Spitzenkapelle. Bei seiner Polka „Böhmisches Herzklopfen“ dominierten nicht nur Flügelhörner und Tenorhörner, sondern die Zuhörer vernahmen deutlich das Herzklopfen. Es sei für manche Musiker eine gewisse „Hass-Liebe“, die „Walzerträume“ von Peter Schad zu interpretieren, sagte Moderatorin Christine Kunz, doch alle Register legten sich mächtig ins Zeug und überzeugten mit gekonntem Vortrag.
Wie viele andere Kapellen haben die Oberrohrer die tschechische Polka „Nechod k nam“ wieder in ihr Repertoire aufgenommen und wollte mit dem deutschen Titel „Es ist schön bei euch zu sein“ Verbundenheit mit dem Publikum demonstrieren. Das Notenmaterial für sein Lieblingsstück „Böhmischer Zauber“ von Kurt Pascher spendete Kassierer Jörg Tonn seinen Musikkollegen, die sich mit sauberem Vortrag, besonders im Klarinetten- und Flötenregister, revanchierten. Schließlich hatten Julia Rößner und Christine Kunz an der Klarinette ihren großen Auftritt als Solisten bei der „Dudelsackpolka – Dudacka“. Wie aus einem Guss spielten sie die technisch doch anspruchsvollen Passagen der sogenannten Spielpfeifen, während die Blechinstrumente den Part der „Bordunpfeifen“, die permanent einen gleichbleibenden Ton erzeugen, übernahmen und so das eigenartige Instrument imitierten.
Mit dem „Andulka-Marsch“, den der legendäre Flügelhornist und Sänger bei Ernst Mosch, Franz Bummerl, bearbeitete, gab es im zweiten Teil des Programms mit Franz Rößner einen Stabwechsel. Er und seine Musici luden mit dem Walzer „Träumerei“ von Mark Sven Heidt zum Träumen ein, bevor die „Jubiläumsklänge“ von Peter Schad den Jubilaren bei den anstehenden Ehrungen gewidmet waren.
Diese bedeuteten für den neuen Bezirksleiter im Bezirk 11 des ASM, Bürgermeister Peter Walburger, ebenfalls eine Premiere. Er freue sich, dass er als erste Amtshandlung im heimischen Musikverein das langjährige Engagement in der Musiktradition würdigen dürfe. Die Musikbegeisterung in den Oberrohrer Familien sehe man daran, dass von neun „Jubilaren“ fünf aus nur zwei Familien stammen.
Eine schmissige Schnellpolka
Kurt Gäble schrieb die schmissige „Laubener Schnellpolka“ für sein gleichnamiges Heimatdorf und die rund 30 Oberrohrer Musikanten widmeten sie den Zuhörern, die sich bei der Kapelle mit begeisterndem Beifall bedankten. Zwei Zugaben, die „Polka mit Herz“ und die Wiederholung der „Dudelsack-Polka“ rundeten den gelungenen Abend ab.

MN DEZ 12



Kapellen

Mit rund 60 Musikern spielten der Musikverein Attenhausen und die Vereine Oberrohr und Bayersried-Ursberg-Premach eine Zugabe beim Gemeinschaftskonzert in der Mehrzweckhalle in Ursberg. Foto: Werner Glogger


Ursberg Das Gemeinschaftskonzert der Musikkapellen aus der Gemeinde Ursberg, Oberrohr und Bayersried-Ursberg-Premach (BUP) mit den musizierenden Nachbarn aus Attenhausen entpuppte sich wieder zu einem Höhepunkt auf dem Blasmusiksektor und traf genau den Geschmack der zahlreichen Besucher.
Hochkarätige Orchester spielten schon öfter im Rahmen von Wertungsspielen in der akustisch gut ausgestatteten Ursberger Mehrzweckhalle und so bot diese, mit Landesfahnen, Emblemen der Vereine und Tannengrün geschmückt, für die Kapellen und auch für die Zuhörer ideale Voraussetzungen. Vermutlich nach dem holländischen Seefahrer hat Alexander Pfluger seinen Marsch „Abel Tasman“ betitelt. Pfluger stammt aus Kaufbeuren, ist Begründer der Profikapelle „Die schwindligen 15“ und hat das Stück in die Mittel- bis Oberstufe eingereiht.
Die Attenhauser starteten damit in den ersten Konzertteil. „Schon mal geswingt?“, wollte die versierte Moderatorin Kerstin Roth wissen, als sie Jaques Offenbach in „Swinging Offenbach“ ankündigte. Beste Unterhaltung bot diese klassische Musik in einer swingenden Bearbeitung von Joe Grain und die 28 Akteure bewiesen, dass sie sich vom ersten Takt an mit dieser Rhythmik identifizieren können.
Fred Raymond feierte mit seiner Operette „Maske in Blau“ Welterfolge. Ob „Frühling in San Remo“, „Ja, ja das Temperament“, „Am Rio Negro“ oder „Schau einer Frau nie zu tief in die Augen“, sie hören sich einfach an, doch viele Takt- und Tempowechsel, Dynamik und Ausdruck erforderten hohe Konzentration für das anspruchsvollste Konzertstück der Attenhauser.
Doch die Musici parierten gezielt auf die Einsätze von Dirigent Thomas Mayer, der für den fußkranken Ulrich Graile kurzfristig eingesprungen war. Mayer war es auch, der zum Schluss das i-Tüpfelchen mit John Lennons „Hey Jude“ als Solist auf der Trompete setzte. Dirigiert von Ulrich Graile musste Mayer nach großem Applaus sein Solo ein zweites Mal spielen. Doch zuvor hämmerte der Specht ganz dezent aus dem Klangkörper heraus in der Polka „Der Buntspecht“ von Josef Hotovy, der auch die bekannte „Vogelwiese“ schrieb. Gerade mal 15 Jahre jung, gab Lukas Mayer, Sohn von Dirigent Mayer, sein Debüt in der Zugabe „Lieblingstrommler“ in der Rolle des Solotrommlers.
Die Suite aus dem Nussknacker
In ähnlicher Stärke von 34 Musikern und mit gleichem Elan begannen die Gastgeber mit dem Marsch „Die Sonne geht auf“ den zweiten Teil. Mit vier Sätzen der „Suite aus dem Nussknacker“ aus dem Ballett von Tschaikowsky hatte sich das unter Dirigent Christian Weng spielende Orchester eine große Aufgabe auferlegt und bestens gemeistert. Marsch, Tanz der Zuckerfee, Blumenwalzer und Russischer Tanz beschreiben die einzelnen Sätze.
Flavio Bar, ein junger Komponist, 1964 in Turin geboren, erzählt in dem Lied „Russian Tales“ die Geschichte eines russischen Paares. Ein Tanz bei der Hochzeit, melancholische und festliche Klänge sind im Wechselspiel.
Das Thema in „Border Zone“, eine musikalische Erzählung über ein Dorf an der deutsch-niederländischen Grenze ist in drei Sätze unterteilt. Christian Weng hatte das Werk bestens einstudiert – „die Probenarbeit hat sich gelohnt“ – und die Musiker durften sich am Ende über viel Beifall des Publikums freuen. Beifall heimsten auch Sonja Kriener und Nicole Schuler für ihre Ansagetexte ein.
Mit der gemeinsam gespielten Zugabe „Wir Musikanten“ unter Leitung von Ulrich Graile dokumentierten die Musikvereine eine jahrzehntelange Freundschaft, die sie mit dem gelungenen Konzert wieder auffrischten. Geehrt wurden im Verlauf des Abends durch Vorstand Josef Baur vom Musikverein BUP die Absolventen der Bläserprüfungen und drei Aktive für zehnjähriges Musizieren. (wgl)


Mittelschwäbische Nahrichten Nov 2011



Zuhörer fühlen sich wie in der Kinowelt

Kinoluft schnuppern durften die zahlreichen Besucher, die zum gemeinsamen Jahreskonzert der Musikvereine Oberrohr und Bayersried-Ursberg-Premach (kurz BUP) in die Mehrzweckhalle nach Ursberg gekommen waren.
Inmitten der Bühnendekoration, teils in herbstlichen Farben und mit frischen Tannen zum Beginn der Adventszeit, kündigte eine große Kinoleinwand das Motto des Abends „Filmmelodien“ an. Darüber hinaus stach ein Filmprojektor mit mehreren, in runden Blechschachteln verpackten Spulen ins Auge und Sonja Kriener sowie Christine Kunz als (Programm)-Ansagerinnen verrieten, dass „wir am heutigen Abend gemeinsam mit dem Publikum quer durchs Fernsehprogramm zappen wollen.“

Ehrungen

Werner Glogger

Als Beispiele für gelebtes Ehrenamt, Treue und Zuverlässigkeit und hoffnungsvollen Nachwuchs bezeichnete Bezirksleiter und stellvertretender ASM-Präsident, Guntram Schuhmacher, die Geehrten beim Jahreskonzert der Musikvereine Oberohr und Bayersried-Ursberg-Premach.
Unser Bild zeigt v.l.: Guntram Schuhmacher, Angelika Baur, Peter Walburger, Conny Stehno, Nicole Schuler, Alexander Lang, Verena Lang, Franz Rössner, Claudia Müller, Josef Baur, Christian Weng. Foto: Werner Glogger
Die beiden Vorsitzenden, Josef Baur für den Musikverein BUP und Bürgermeister Peter Walburger für den MV Oberrohr demonstrierten ein weiteres Motto „gemeinsam sind wir stark“ und freuten sich über den guten Besuch und die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste.
Zunächst zeigten die „Musikfüchse“ mit „Wild old West“ von Paul Curnow, „Summer Nights“ von Warren Casy und „Wallace & Gromit“ (hier trat Fabian Stehno souverän am Xylophon auf) von Julian Nott, dass sie von ihren Dirigenten Norbert Baur, Thomas Stölzle und Sonja Kriener viel gelernt haben.
Mit ein paar Takten aus Richard Strauß‘ Werk „Also sprach Zarathustra“ dessen Melodien mit imposanten Fanfarenklängen im Jahr 2001 Stanley Kubrick in seinen Film „Odyssee im Weltraum“ einbaute, leitete das mit gut dreißig Musici besetzte Orchester den zweiten Teil ein.
Auf einem anderen Sender lief danach der Spielfilm „Fluch der Karibik“, wo Klaus Badelt in den gleichnamigen Titel die schaurige Geschichte dieses Films verpackte. „Everybody needs Somebody“ entstammt aus der US-amerikanischen Komödie „Blues Brothers“ und wurde von J. Wexler/B.Berns/S.Burke komponiert.
Eile war nach der Pause angesagt, um den nächsten Film „Spirit: Der wilde Mustang“ nicht zu verpassen. Die Melodien aus dem Zeichentrickfilm gaben die Verständigung der Tiere und des Mustangs wieder.
Lust auf einen Abenteuerfilm? Da lagen die mit Begeisterung musizierenden Akteure mit der Geschichte des Seefahrers „Robinson Crusoe“ gerade richtig. Denn die Melodien, die Bert Appermont zu einem Medley verarbeitete, beschrieben die verschiedenen Filmsituationen.
Ruhig und sicher leitete Dirigent Christian Weng das Orchester und genauso einfühlsam ließ Angelika Baur auf ihrer Querflöte „Einsamer Hirte“ von James Last erklingen, dezent untermalt von den übrigen Registern obwohl die Melodie Teil eines Actionfilms „Kill Bill“ zu Deutsch „Die Todesliste“ ist.

Halleluja mit einer zauberhaften Stimme
Im Gesangsstück „Halleluja“ aus dem Animations-Film „Shrek“ erfreute Stefanie Baur mit ihrer zauberhaften Stimme die Zuhörer.
Mit dem „Colonel Bogey-Marsch“ aus dem Spielfilm „Die Brücke am Kwai“ verabschiedeten sich die Musiker und bedankten sich mit „One moment in time“ als Zugabe beim Publikum für den begeisterten Beifall.

Ehrungen beim Jahreskonzert der Musikvereine Oberrohr und BUP:
Für 15 Jahre: Claudia Müller, Klarinette, seit 2004 im MV BUP;
für 25 Jahre im MV BUP Angelika Baur, Querflöte/Piccolo, im Verein zusätzlich für Jugendausbildung, Trachtenbeschaffung zuständig;
für 25 Jahre Conny Stehno, Waldhorn, seit neun Jahren im MV Oberrohr, Mitglied im Koordinatorenteam für die Jungmusiker.
Vereinsintern wurde geehrt: Franz Rössner, Waldhorn, dreizehn Jahre Vorstand MV Oberrohr und erfolgreich bei der Dirigentensuche, Vorbereitung zur Pro-musica-Plakette.

(wgl)Mittelschwäbische Nachrichten Dez 2010

 

 

 

 

 


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